Vorannahmen

Vorannahmen kennzeichnen grundlegende Einstellungen dem Leben gegenüber, werden im Laufe der persönlichen Entwicklung unbewusst angenommen und mehr oder weniger bewusst weiterentwickelt. Sie wirken wie Filter und steuern menschliche Wahrnehmung sowie Denk- und Handlungsmuster. Förderliche Vorannahmen vermehren Optionen, einschränkende Vorannahmen dagegen halten in engen Rahmen gefangen.

Wesentliche Vorannahmen von Lust auf Zukunft sind folgende …

  • Die Landkarte ist nicht das Gebiet, menschliche Wirklichkeit ist subjektiv, da konstruiert. Diese Landkarten entstehen durch selektive Wahrnehmung und individuelle neuronale Verarbeitung von Sinneseindrücken. Je differenzierter und bewusster die Landkarten, desto differenzierter die Möglichkeiten.

  • Menschen besitzen die Wahl. Die Wahl ihrer Wahrnehmung, Bewertungen und Handlungen. Daraus ergibt sich, dass Denk-, Bewertungs- und Handlungsmuster veränderbar sind.

  • Wandel ist das Wesen des Lebens. Alles ist beta. Nichts ist fix. Je mehr es gelingt, flexibel und kreativ mit Dynamik und Wandel umzugehen, desto besser ist die Ausstattung für turbulente Zeiten. Dies gilt für den einzelnen Menschen genauso wie für Organisationen.

  • Veränderung ist durchaus positiv. Konflikte sind Botschafter des Neuen, was in die Welt will. Und Probleme besitzen positive Intention. Irgendetwas gelangt an sein Grenzen, will weniger Belastung, mehr Beachtung. Oder eine neue Gewichtung. Und selbstredend gibt es Ereignisse, die lassen uns Menschen erschüttert, hilf- und ratlos zurück. Da heißt es, damit umgehen zu lernen.

  • Krisen lassen sich als Transformationsprozesse verstehen. So wie bisher geht es nicht mehr weiter. Es ist hilfreich, daraus zu lernen und Wesentliches zu verändern. Mehr desselben oder Patentlösungen von gestern helfen nicht unbedingt weiter.

  • Einstellungen sind veränderbar. Es ist zwar nicht immer einfach, durch Prägung, Sozialisation und einschneidende Erlebnisse übernommene Vorannahmen zu überwinden. Aber möglich. Unsere Gedanken erschaffen unsere Wirklichkeit.

  • Dort, wo die Aufmerksamkeit liegt, ist die Energie. Beobachtungen sind systemische Prozesse. Wer Probleme sehen will, wird Probleme finden. Wer auf Lösungen setzt, findet Lösungen. Probleme und Lösungen sind i.d.R. voneinander verschieden.

  • Die Zeit ist reif für ein konstruktives Menschenbild und die Entscheidung, den Menschen grundsätzlich als einzigartig, lernfähig und kooperativ zu respektieren und wertzuschätzen. Ein Leben lang. Jeder Mensch möchte sich engagieren, Anerkennung für sein Tun erhalten und seinen Platz im Leben finden. Wir teilen die Sicht zeitgemäßer Neurophysiologie, dass das Gehirn ein soziales Organ ist und Begegnung, Kooperation und Teilhabe braucht für eine gesunde Entwicklung. Wie wir dem Menschen begegnen, so zeigt er sich auch.

  • Jeder Moment ist perfekt. Verstehen wir die Botschaften. Und finden heraus wofür.